Regeln bei Verletzungen
Judo ist eine Sportart, die wie alle anderen Sportarten auch ein gewisses Verletzungsrisiko hat. Was passiert und wie man sich verhält, wenn man sich im Kampf oder Wettkampf verletzt, (natürlich unabhängig von medizinischer Versorgung), beschreiben wir Ihnen hier in kurzen Worten. Am besten lernen Sie Judo natürlich im Rahmen des Training in unserem Judo-Club. Erfahrene Trainer zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie sie alle Techniken richtig erlernen und anwenden und Verletzungen vermeiden können. Diese Tipp-Seite soll Ihnen eine zusätzliche Hilfe und Anleitung sein. 

 

       Verletzungen im Judo

 

Der Kampfrichter unterbricht den Kampf...

Die Seitenrichter kommen zur Beratung zum Hauptkampfrichter, um gemeinsam festzustellen, wer an der Verletzung schuld ist.

Es gibt nun drei Möglichkeiten:

  -  Der verletzte Kämpfer ist an der Verletzung selbst schuld

  -  Der nicht verletzte Kämpfer ist an der Verletzung schuld

  -  Es ist nicht möglich festzustellen, wer an der Verletzung schuld ist.

Der Arzt wird auf die Matte gerufen.

Stellt der Arzt eine „Kleine Verletzung“ (Nasenbluten, eingerissene Finger- oder Zehnnägel) fest, kann der betroffene Kämpfer diese Verletzung selbst versorgen. Es erfolgt eine Registrierung. Bei jeder Wiederholung einer kleinen Verletzung muß der Arzt gerufen werden.

Stellt der Arzt bei der Untersuchung eine Verletzung fest, muß er entscheiden, ob der Kämpfer den Kampf weiterführen kann oder nicht. Diese Entscheidung des Arztes kann nicht angefochten werden. Daraus ergeben sich die folgenden Möglichkeiten:

Kann der verletzte Kämpfer den Kampf weiterführen:

-   und ist selbst schuld an der Verletzung, wird die ärztliche Untersuchung registriert (angezeigt) - Medizinische Untersuchung

-   und sein Gegner ist schuld an der Verletzung, wird die ärztliche Untersuchung nicht registriert (hier kann der Kampfrichter dem Arzt auch eine Behandlung gestatten) - Freie Behandlung

-   es ist aber nicht möglich festzustellen, wer an der Verletzung schuld ist, wird die ärztliche Untersuchung registriert

Stellt der Arzt fest, daß der Verletzte den Kampf nicht mehr weiterführen kann, hat das Kampfgericht wie folgt zu entscheiden:

-   Ist der verletzte Kämpfer schuld an der Verletzung, verliert er den Kampf (Kiken-gachi)

-   Ist der Gegner des verletzten Kämpfers schuld an der Verletzung, gewinnt der Verletzte den Kampf (in diesem Fall scheiden beide Kämpfer aus dem Bewerb aus)

-   Ist es nicht möglich, die Schuld an der Verletzung einem der beiden Kämpfer zuzuschreiben, beendet der Kampfrichter den Kampf mit Unentschieden (Hiki-wake) und nur der unverletzte Kämpfer bleibt weiter im Bewerb