Strafen - SHIDO
Judo ist eine erhabene Sportart. Es gibt sehr klare Regeln, die unter anderem vor Verletzungen und schützen sollen und für Fairness sorgen. Am besten lernen Sie Judo natürlich im Rahmen des Training in unserem Judo-Club. Erfahrene Trainer zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie sie alle Techniken richtig erlernen und anwenden. Diese Tipp-Seite soll Ihnen eine zusätzliche Hilfe und Anleitung sein. 

 

1.    Shido wird jedem Kämpfer gegeben, der einen leichten Verstoß begeht:

 Negativ Judo:

a)    Absichtlich das Fassen vermeiden, um die Handlungen im Kampf zu verhindern.

b)    Im Stand eine äußerst defensive Haltung einnehmen (im allgemeinen länger als 5 Sekunden).

c)    Eine Aktion zu setzen, die den Eindruck eines Angriffs vermitteln soll, es aber klar erkennbar ist, daß keine Wurfabsicht besteht (Scheinangriff).

d)    Mit beiden Beinen auf der Warnfläche zu stehen, außer wenn ein Angriff begonnen, durchgeführt, der Angriff des Gegners gekontert oder gegen einen Angriff des Gegners verteidigt wird ( im allgemeinen länger als 5 Sekunden).

e)    Im Stand fortwährend des Gegners Ärmelende(n) aus Verteidigungsabsicht zu halten (im allgemeinen länger als 5 Sekunden) oder dessen Ärmel so zu fassen, daß dabei geknebelt wird.

f)      Im Stand fortwährend die Finger einer oder beider Hände des Gegners zu verschränken, um die Handlung im Kampf zu verhindern (im allgemeinen länger als 5 Sekunden).

g)    Absichtlich den eigenen Judogi in Unordnung zu bringen oder den Gürtel oder die Hosen ohne Erlaubnis des Kampfrichters auf- und zubinden.

h)    Den Gegner herunterziehen, um in NE-WAZA zu beginnen, ohne Übereinstimmung mit Artikel 16.

i)      Mit einem oder mehreren Fingern in den Ärmel oder in das Hosenbein des Gegners greifen, oder dessen Ärmel so zu fassen, daß dabei geknebelt wird.

Ungültige Kumi-Kata:

Normale KUMI-KATA ist generell mit der linken Hand auf irgend einen Teil der rechten Jackenseite des Gegners oberhalb des Gürtels, und mit der rechten Hand auf irgend einen Teil der linken Jackenseite des Gegners oberhalb des Gürtels, zu fassen.

j)      Im Stand fortwährend mit einer ungültigen KUMI-KATA zu halten ohne anzugreifen (im allgemeinen länger als 3-5 Sekunden)

Inaktivität:

k)    In der Standposition, nachdem beide Kämpfer ihren Griff haben, keinerlei Angriffsbewegung zu machen.

Verschiedenes:

l)      Im Stand des Gegners Fuß (Füße), Bein (e) oder Hosenbein (e) mit der (den) Hand (Händen) fassen, ohne gleichzeitig eine Wurftechnik zu versuchen.

m)  Irgendein Körperteil des Gegners mit dem Gürtelende oder der Jacke zu umschlingen.

n)    Irgendeinen Körperteil des Gegners in den Mund nehmen.

o)    Hand, Arm, Fuß oder Bein direkt auf des Gegners Gesicht zu legen.

p)    Einen Fuß oder ein Bein in des Gegners Gürtel, Kragen oder Revers zu setzen.

 

2.    Chui wird jedem Kämpfer ausgesprochen, der einen "ernsten Verstoß" in heftiger Art begeht (oder schon mit Shido bestraft wurde und einen zweiten leichten Verstoß begeht).

 

a)    Die Anwendung einer Würgetechnik mit dem Jackenende oder dem Gürtel oder nur die Finger benutzt.

b)    Anwendung von Beinschere "dojime" am Rumpf, Hals oder Kopf des Gegners (Schere mit überkreuzten Füßen, wobei die Beine ausgestreckt werden).

c)    Des Gegners Hand oder Arm mit Knie oder Fuß zu stoßen, damit er seinen Griff löst.

d)    Einen oder mehrere Finger des Gegners nach hinten biegen, um dessen Griff zu lösen.

e)    Im Stand oder Boden die Kampffläche zu verlassen oder den Gegner zu zwingen die Kampffläche zu verlassen.

3.    Keikoku wird jenem Kämpfer ausgesprochen, der einen "schweren Verstoß" in heftiger Art begeht (oder schon mit Chui bestraft wurde und einen weiteren leichten oder ernsten Verstoß begeht).

 

a)    Zu versuchen, den Gegner zu werfen, indem ein Bein um das Bein des Gegners geschlungen wird, mehr oder weniger in die gleiche Richtung wie er blicken und sich rückwärts auf ihn fallen lassen ("kawazu-gake").

b)    Die Anwendung der "kansetsu-waza" (Hebelgriff) an anderen Stellen als dem Ellenbogengelenk.

c)    Den auf der Matte liegenden Gegner wegzuheben und ihn wieder auf die Matte herunterstoßen.

d)    Des Gegners Standbein von innen wegzufegen, wenn der Gegner eine Technik, wie "Harai-goshi" etc. ausführt.

e)    Die Anweisungen des Kampfrichters nicht beachten.

f)      Während des Kampfes unnötige Ausrufe, herabwürdigende Bemerkungen oder Gesten zum Gegner machen.

4.    Hansoku-make wird jenem Kämpfer ausgesprochen, der einen "sehr schweren Verstoß" in heftiger Art begeht (oder schon mit Keikoku bestraft wurde und einen weiteren Verstoß irgendeines Grades begeht).

 

a)    Jede Aktion, die des Gegners Hals oder Wirbelsäule verletzen könnte, oder dem Geist des JUDO widerspricht.

b)    Sich bei der Ausführung oder dem Versuch einer Ausführung von Techniken, wie "Waki-gatame" direkt auf die Matte fallen zu lassen.

c)    Sich bei der Ausführung oder dem Versuch der Ausführung von Techniken, wie "Uchi-mata", "Harai-goshi", etc. durch das Beugen nach vorne und unten mit dem Kopf zuerst auf die Matte "stürzen" ("tauchen").

d)    Absichtlich nach rückwärts fallen, wenn sich der andere Kämpfer von hinten (am Rücken) festklammert und wenn einer der beiden Kämpfer die Bewegung des anderen kontrolliert.

e)    Harte oder Metallgegenstände zu tragen - bedeckt oder nicht bedeckt.